Veröffentlichungen
"Kultur und Kreativität - Aufstieg und Fall der Hochkulturen" im Verlag R. G. Fischer, 60386 Frankfurt/Main, Orber Straße 30, 1988, 354 Seiten, ISBN 3-88323-724-8; Preis: € 13,10.
Das Buch enthält einige gänzlich neue, unkonventionelle Hypothesen über die Entstehung, die Entwicklung und den Niedergang von Hochkulturen, wobei am herkömmlichen Geschichtsbild vor allem eine Dominanz der ökonomischen Bedingungen kritisiert wird, und daneben die irrationalen Eigenkonstruktionen des Menschen, wie Metaphysik und Religion, als handlungsbestimmend angesehen werden. So wird z. B. festgestellt, dass die ersten bedeutendsten Bauten jeder primären Hochkultur Sakralbauten waren, und dass erst nach Säkularistionsprozessen jenes transzendent motivierte Wissen für die profane Architektur angewandt wurde. Ähnliches gilt für das Entstehen der ersten esoterischen Wissenschaften, der Schrift, sowie für die Begründung des theokratischen Staates durch sakrale Eliten.
"Information und Handlung in der evolutionären Erkenntnistheorie" im Verlag Lit, 48145 Münster, Dieckstraße 73, 1995, 354 Seiten, ISBN 3-8258-2274-5; Preis: € 31,80.
Unsere hoch komplexe Gesellschaft wird in zunehmendem Maße von Informationsphänomenen beherrscht. Unerwünschte und unvorhersehbare Konsequenzen unserer Handlungen, welche beispielsweise in den großen sozialen und ökologischen Problemstellungen unseres Planeten zutage treten, zeugen ungeachtet davon von einem latenten Informationsdefizit: Viele große Weltprobleme sind deshalb ungelöst, weil uns das Wissen zu ihrer Bewältigung fehlt.
Gerade die evolutionäre Erkenntnistheorie hat gezeigt, dass Erkenntnis niemals Selbstzweck sein kann, sondern immer im Kontext zur Verhaltenssteuerung bzw. Handlungsanleitung biologischer Organismen steht. Das „Bild“, welches sich biologische Organismen, einschließlich des Menschen, von ihrer umgebenden Wirklichkeit aufbauen, ist notwendigerweise eine grobe Verzerrung der Gesamtwirklichkeit an sich. - Erkenntniskritik, seit zweieinhalb Jahrtausenden ein Hauptanliegen der abendländischen Philosophie, findet durch die evolutionäre Erkenntnistheorie eine naturwissenschaftliche Grundlage.
"Drei Grenzen der menschlichen Existenz - Eine anthropologische Zivilisationskritik" im Verlag für Akademische Schriften, 60486 Frankfurt-Bockenheim, Kurfürstenstraße 18, 1998, 132 Seiten, Preis: € 15,-.
Es wird darin u. a. festgestellt, dass der menschliche Wahrnehmungsapparat, welcher dem Steinzeitdasein angepasst ist, heute nicht mehr ausreicht, um die Komplexität der soziokulturellen Dynamik adäquat zu erfassen und beherrschen: Nicht das Individuum beherrscht das System, sondern es gilt das Umgekehrte, das Individuum wird vom System beherrscht.
Roman "Der einäugige Reiter" im Fouquè Literaturverlag, D-63329 Egelsbach bei Frankfurt/Main, 2000, 147 Seiten, ISBN 3-8267-4578-7; Preis: € 9,70.
Der philosophisch konzipierte Roman beschreibt episodenhaft das Leben auf einem obersteirischen Bergbauernhof zur Zeit des Nationalsozialismus und des beginnenden 2. Weltkrieges. Ausstoßreaktionen und Xenophobie in der Kleingruppe wie im staatlichen Dasein werden (ur-)christlichen Werten gegenübergestellt.
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