Forschungsprojekte (Überblick)
In meiner langjährigen Tätigkeit als Privatgelehrter habe ich in mehreren wissenschaftlichen Disziplinen Hypothesen und Theorien entwickelt, die in einigen Bereichen über den gegenwärtigen Forschungstandard, etwa der Universitäten hinausreichen. Die von mir betriebenen Disziplinen und Forschungsgebiete betreffen
- die philosophische und naturwissenschaftliche Erkenntnistheorie (Philosophie)
- die Entstehung und Entwicklung der primären Hochkulturen (Geschichte)
- den bislang ungeklärten Untergang der klassischen Maya-Hochkultur
- die Glücksforschung (Psychologie, Anthropologie)
- die Ur- und Frühgeschichtsforschung des Mürztales
Kurzdarstellung meiner Hypothesen:
Die Welt als Wirklichkeit, wie wir sie wahrnehmen, ist eine einzige, gigantische Illusion; ein artspezifisches Wahn- und Trugbild.
Das seit Galileo Galilei (1564 - 1642) und Isaak Newton (1643 - 1727) postulierte Paradigma der sog. exakten Naturwissenschaften, dass man durch empirische Beobachtung und Beschreibung etwas Essentielles über unsere Außenwelt und damit über die Natur aussagen kann, ist ebenfalls eine Illusion.
Die These: Beinahe alle Beobachtungsinhalte, welche wir über die Natur zu machen glauben, entspringen nicht den Ordnungsprinzipien der Außenwelt, sondern den Ordnungsprinzipien unserer organischen, neuronalen Innenwelt, also unseres
Zentralnervensystems (Gehirns). So gibt es beispielsweise in der Natur an sich weder Farben noch Laute, sondern nur entsprechende elektromagnetische Wellenqualitäten bzw. Druckschwingungen in der Atmosphäre, aus welchen sich das biologische Wesen Mensch einen Teil seines artspezifischen Weltbildes konstruiert.
Ein bislang ungelöstes Problem aller Philosophie und Erkenntnistheorie seit zweieinhalbtausend Jahren: Wenn die Wirklichkeitserfahrung des Menschen eine Illusion ist, warum kann dann der Mensch in dieser fragmentarischen Welt mehr
oder weniger erfolgreich handeln?
Die Antwort, die ich darauf zu geben habe ist vollkommen neu und wurde bisher weder durch die realistische Erkenntniskonzeption (basierend auf Aristoteles) noch durch die idealistische Erkenntniskonzeption (basierend auf Platho) oder durch die moderne konstruktivistische Erkenntnistheorie in dieser Klarheit gegeben.
Die These: Der Mensch baut sich eine konturenscharfe, aber vom Original stark veränderte Scheinwelt auf, die einzig und allein dem Zweck dient, zu eindeutigem Handeln einzuladen. Durch mein Konzept der "partiellen Isomorphie" wird deutlich, dass der Mensch zwar in der Lage ist, etwa ein Maschinenelement auf tausendstel Millimeter genau zu konstruieren und zu bestimmen, ohne jedoch eigentlich zu wissen, was er dabei tatsächlich vor seinen Händen hat.
Näheres dazu in meinen Publikationen von 1995 und 1998 sowie, aktualisiert auf dieser Homepage, (derzeit in Vorbereitung).
Die herkömmliche Geschichtsauffassung tendiert dazu, das Werden der Hochkulturen auf vorwiegen ökonomische Verhältnisse, z. B. den Bedingungen organisierter Flussregulierungen, zurückzuführen. In meinen Hypothesen wird dagegen der Versuch gemacht, das Entstehen und die Entwicklung der Hochkulturen nach dem Paradigma der Theorie der Selbstorganisation als spontanes „Emergenzphänomen“ zu deuten, wobei das Neue, ähnlich wie beim Phänomen des Lebens oder des menschlichen Geistes, nicht restlos durch die materiellen Vorbedingungen kausal erklärbar und beschreibbar ist.
Die primären Hochkulturen sind nicht das geplante und gewollte Produkt der menschlichen Rationalität in der soziokulturellen Evolution. - In der faktenorientierten neo-positivistischen Tradition wurden konstruktive Produkte des menschlichen Geistes, wie Religion und Metaphysik als irrelevant betrachtet und versucht aus dem wissenschaftlichen Diskurs zu eliminieren. Tatsächlich bin ich, nicht zuletzt aufgrund meiner erkenntnistheoretischen Untersuchungen, zu dem Ergebnis gekommen, dass für den Menschen nicht nur objektive Außenweltbedingungen handlungsrelevant sind, sondern auch irrationale, subjektive Konstruktionen des menschlichen Zentralnervensystems wie Magie, Religion, Metaphysik, Ideologien, Aberglauben, Vorurteile usw. (Diese Einsicht ist teilweise kohärent mit dem modernen Paradigma des erkenntnistheoretischen Konstruktivismus).
Denn die Begründung der Schrift und der sakralen Monumentalarchitektur, die ersten astral-kalendarischen Wissenschaften, die Organisation der Massen in umfassende Kultgemeinschaften, welche archaische Sippenbindungen zugunsten der Idee des theokratischen Staates zerstören, das alles entsteht nicht aus einer pragmatischen Umweltbewältigung einzelner Völker, sondern entspringt den irrationalen Machenschaften "sakraler Eliten". Die Ablösung dieser "sakralen Eliten" durch "militärische Hierarchien" als staatenbildende und staatstragende Instanzen stellt in den Hypothesen dieser Arbeit ein wesentliches weltgeschichtliches Thema der orientalischen Hochkulturen im gesamten Altertum dar:
Der durch mehrere Jahrtausende währende Prozeß, in welchem aus Priesterfürsten und Gottkönigen schließlich Feldherren, Heerkönige und Soldatenkaiser werden, geht analog mit der Entwicklung vom theokratischen Stadtstaat über das Reich zum Imperium, ein Phänomen, das im orientalisch-mediterranen Raum ebenso zu beobachten ist wie in den präkolumbischen Hochkulturen Amerikas oder im fernöstlichen Kulturkreis. Die ökonomischen Verhältnisse erscheinen dabei vielfach als eine Folge und nicht als Ursache von komplexen geistesgeschichtlichen, politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen.
Vergl. Hofer 1988, aktualisierte Kurzdarstellung meiner Geschichtstheorie auf dieser Homepage in Vorbereitung.
Seit der Entdeckung der verlassenen Maya-Städte im 19. Jahrhundert auf den Gebieten des heutigen Mexico, Guatemala und Honduras rätseln Historiker, Archäologen, Anthropologen und viele andere, welche sich dazu berufen fühlen, über die Ursachen des rätselhaften Niedergangs der Maya-Hochkultur, welcher im 9. Jahrhundert n. Chr. stattfand.
Beinahe alle seriösen Theorien, welche die Wissenschaftler dazu entwickelten, gehen von ökonomischen Ursachen aus, wie etwa Wassermangel, die Folge eines Klimawandels, Nahrungsmittelmangel, Auszerrung des Bodens usw. .
Diese kausaldeterministische Erklärungsweise wird aber der Komplexität einer Hochkultur keineswegs gerecht. (In meinen erkenntnistheoretischen Arbeiten habe ich darauf hingewiesen, dass das Kausalprinzip selbst in mesokosmischen Bereichen des Menschen nur eine beschränkte Gültigkeit hat und tatsächlich seit seiner ersten Formulierung bei Aristoteles immer mehr an Bedeutung verloren hat.)
Ich habe in meinen Hypothesen zum Untergang der klassischen Maya-Hochkultur darzulegen versucht, dass dafür nicht etwa kausale, ökonomische Ursachen in Betracht zu ziehen sind, sondern vielmehr ein Paradigmawechsel im metaphysischen bzw. religiösen Weltbild der dortigen Hochkultur. - In beinahe allen Hochkulturen der Erde lösten militärische Führungsinstanzen die primären, priesterlichen Führungsinstanzen als politische Entscheidungsträger ab. Die Komplexität des Maya-Weltbildes machte es jedoch für die militärischen Hierarchien unmöglich, das komplexe theokratische Kulturerbe so zu übernehmen. Aus diesem
Grund erfuhr die klassische Maya-Hochkultur keine Weiterentwicklung in Richtung einer militärischen Reichsstruktur oder eines Imperiums wie im orientalisch-mediterranen Raum, sondern sie war durch diese Blockade dem Untergang geweiht.
Nicht ökonomische Bedingungen, sondern der Verlust des hochkulturellen Informations-Codes führten letztendiglich zum Verfall.
Näheres dazu in meiner Publikation von 1988 sowie in Forschung-Detail auf dieser Homepage.
Das Grundstreben des Menschen richtet sich nicht, wie bislang fälschlicherweise von Aristoteles bis Freud angenommen wurde, nach Glück, sondern nach existentieller Sicherheit. Glück ist nach meiner Hypothese nur ein ungenauer Indikator dafür, wenn bei einem Menschen das existentielle Sicherheitsgefühl erfüllt ist.
Glück entsteht entsprechend den biologischen Anforderungen des Menschen in dem vom Entropieprinzip bestimmten Universum unter anderem dann, wenn der Mensch mit großem Interesse etwas tut, wenn er also durch Handeln sein
existentielles Sicherheitspotential erhöht.
Auch Glück steht außerhalb des erkenntnistheoretischen Kausalprinzips. Es lässt sich also kausal und willentlich nicht unmittelbar herbeiführen, sondern entsteht eher unwillkürlich und zufällig bei einer starken Außenweltbezogenheit des Menschen, keinesfalls aber bei einer egozentrischen Innenweltbezogenheit, wie es heute vielfach in Lebenshilfebüchern gelehrt wird.
Näheres dazu auf dieser Homepage in Vorbereitung.
Neben den bislang aufgezählten wissenschaftlichen Aktivitäten betreibe ich auch mit einem gewissen Erfolg Recherchen zur Ur- und Frühgeschichte des Mürztals. - Vor 15 Jahren galt auf der archäologischen Landkarte meine engere Heimat, das
Mürztal, als weißer Fleck.
In den letzten Jahren hat sich dieses Bild gewandelt und es ist mir, aber auch anderen Forschern der Nachweis gelungen, im Mürztal urgeschichtliche, also vorchristliche Kulturen zu konstatieren. Zu den bedeutendsten Ergebnissen meiner Recherchen zählt eine befestigte, bronze- bzw. urnenfelderzeitliche Höhensiedlung auf dem Karnerkogel bei Krieglach, welche ich in enger Kooperation mit dem renommierten steirischen Archäologen Dr. Wolfgang Artner ausfindig machen konnte.
Im Gegensatz zu vielen anderen Heimatforschern betreibe ich meine Urgeschichtsforschung nicht esoterisch, sondern in enger Zusammenarbeit mit den offiziellen wissenschaftlichen Stellen in Graz, z. B. dem Bundesdenkmalamt, sowie in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern des archäologischen Instituts der Universität Graz.
